Zu Besuch in einer Technical School

Während Saskia und Jolina mit Mama Agnes kochten, besuchten die Jungs das St. Joseph’s Technical Institute in Fort Portal.

Die technische Schule bildet aus, bietet aber auch technische Dienstleistungen an. Zu den Ausbildungsberufen gehören:

  • Maschinentechniker
  • Automechaniker
  • Elektroinstallateur
  • Schreiner
  • Maurer

In der Holzbearbeitung sind sie an der Schule richtig gut, aber im Bereich der Metallarbeiten und Motoren gibt es noch deutlich Luft nach oben.

Beispielsweise gibt es Maschinen, die keiner bedienen kann; Maschinen, bei denen ein Teil fehlt, weshalb diese still stehen und sogar Maschinen, bei denen niemand weiß, wofür sie überhaupt gedacht sind.

Die Schule war ein Geschenk von Deutschen und wurde 1983 eröffnet, die Maschinen stammen teilweise aus der Schweiz. Der Deutsche, der die Schule gegründet hat, ist vor ein paar Jahren aus Altersgründen zurück nach Deutschland gekehrt.

Fräs- und Drehmaschinen, Schleifmaschine für Holz, Profiliermaschinen, etc. findet man in den Werkstätten. Michi erzählt: „Über Präzision braucht man hier gar nicht sprechen , einige Teile sehen aus, wie mit Hammer und Meißel hergestellt, kommen aber aus einer Maschine“.

        

Chimpanzee Trekking + Swamp Walk

In der Nähe unserer Schule liegt der Kibale Forest National Park. Dieser erstreckt sich über mehr als 700km² und ist einer der herrlichsten Tropenwälder Ugandas.

13 Primatenarten leben im Kibale Forest. Besonders bekannt ist der Park für die geführten Chimpanzee Trakkings, bei denen sich die Besucher mit einem Führer durch die Wälder des Kibale Forest auf die Spuren der Schimpansen begeben und diese ein Stück ihres Weges begleiten.

Früh morgens um 7Uhr  startete die Tour von Saskia und ihrer Familie. Wie lange eine Tour genau dauert, weiß man vorher nicht. Geplant ist eine Stunde um die Schimpansen zu finden, eine Stunde um die Affen zu begleiten und eine Stunde für den Rückweg. Es können aber auch locker 5-6 Stunden werden, je nachdem, wann man die ersten Schimpansen entdeckt.

Nach einer halben Stunde trafen Saskia und ihre Familie bereits auf die ersten Schimpansen. Einige frühstückten in den Baumwipfeln und kamen danach herunter, um zu relaxen. Die Affen waren wirklich ganz entspannt und ruhig, wahrscheinlich auch, weil sie an Touristen gewöhnt sind.

Die Schimpanzen riefen ihre Freunde und gemeinsam machte sich der Clan auf den Weg. Vom Startpunkt bis zur nächsten Ruhezone waren es 5km. Zuerst begleitete Saskias Familie die Affen alleine, später kamen weitere Trekker hinzu.

1,5 Stunden konnte Saskia die Schimpansen begleiten, danach ging es weiter zum Bigodi Wetlands Sanctuary.

Ein 4,5km langer Rundweg führt durch das Sumpfgebiet mit seiner Artenvielfalt und landschaftlicher Schönheit. Auch hier benötigt man einen Guide, um die Bigodi Swamps betreten zu dürfen.

Die kleinen Hütten werden „Restaurants“ genannt.  Einige haben Saskia und ihre Famile davon gesehen. Von 7Uhr morgens bis ca. 7Uhr abends bewachen Jungs das Obst und Gemüse, das die vielen Affen der Gegend liebend gerne verspeisen würden. Zum Kochen und Essen und wenn es regnet, kommen die Jungs dann zu den „Restaurants“.

Kochen mit Agnes – Teil 2

Typisch ugandisches Essen Matooke, Bohnen, Kräuter – alles aus dem eigenen Garten. Während das Essen auf der Feuerstelle kocht, zeigt unsere Saskia Agnes wie man Shamballa Armbänder herstellt.

Das Essen ist fertig! Dazu werden noch frische Tomaten und Zwiebeln aufgeschnitten.

Gemeinsam essen die Gäste an einem kleinen Tisch in Agnes‘ Haus – Agnes selbst sitzt auf dem Boden. Nach Tradition speist nur der Mann am Tisch, Frauen und Kinder sitzen auf Matten auf dem Boden. Die Kinder essen aber üblicherweise nicht zusammen mit Gästen, damit sie die Familien nicht mit eventuellem Fehlverhalten beschämen.

Im Hintergrund spielt afrikanische Musik aus dem Radio und ratzfatz ist alles weggeputzt. „Leeeecker war das“, schwärmt Saskia.

Durch den Tag mit Agnes und ihrer Familie konnte Saskia einen kleinen Einblick bekommen, wie die Familien in Nyamirima leben, wie unterschiedlich es doch ist zu einem Leben hier in Deutschland und vor allem welche Schwierigkeiten den Familien bereits bei einfachen alltäglichen Dingen wie dem Kochen begegnen.

Übrigens, obwohl Englisch in Uganda Amtssprache ist, spricht Agnes kein Englisch, dennoch hat das gemeinsame Kochen wunderbar geklappt.

„Ich hätte noch viel länger bleiben können“, berichtet Saskia, „es war sooo toll!“

Jetzt folgen noch ein paar Bilder, die zeigen, wie die Familie lebt. Haus, Dusche, Müllgrube, alles ein bisschen anders als bei uns 🙂

Vor dem Haus:

Die Kinder saugen Nektar aus den Blüten:

Die „Dusche“:

Müllgrube – Müll wird hier einfach verbrannt:

Hier wird eine Latrine neu gebaut:

Geschenke für Saskia und Jolina: