Kochen mit Agnes – Teil 1

Heute haben Saskia und ihre Tochter Jolina einen wundervollen Tag bei Agnes verbracht. Agnes ist die Mutter von Saskias Patenkind und gemeinsam wurde gekocht.

In Uganda läuft das ganz anders ab als in Deutschland und so war das eine spannende Erfahrung für die beiden.

Bei der Ankunft in Agnes kleinem Haus kochten bereits die getrockneten Bohnen.

Agnes führte Saskia und Jolina durch ihren Garten und hat gleich ein paar Dinge mitgenommen. Alles fürs Essen hat in Uganda fast jeder im Garten.

Die Familie von Agnes hat Glück, Wasser können sie an einer Quelle nur 500m vom Haus entfernt holen. Viele andere Familien haben es da deutlich schwerer.

So werden Messer geschärft. Sie werden dadurch gut scharf und so einen Stein kann man sich einfach suchen.

Matooke (Kochbananen) muss geschält werden. Man kann sie nicht pellen.

Die Matookeschalen werden gleich verwertet.

Die Bohnen sind fertig – Ein bisschen Wasser drauf und dann die Matooke, Tomaten, Zwiebeln und klitzekleine Paprika.

Fortsetzung folgt 🙂

 

Ein weiterer Tag an der Nyamirima School

Am Donnerstag stand das Projektgespräch an. Während Saskia und Jolina mit Ronald mehrere Stunden ein Meeting abhielten, teilten Michi und Kennis Geschenke von Paten aus. 1,5 Reisetaschen voller Geschenke hatte die Familie dabei.

Nach dem Meeting ging es bei den Nähdamen mit einer Gesprächsrunde  weiter. Die Damen aus dem letzten sowie dem diesjährigen Nähkurs zeigten Saskia, wie sie das Nähen gelernt haben. Zum Üben wird Papier genutzt anstatt richtiger Stoffe.

Wie ein Schul-Pullover angefertigt wird, erklärten sie ebenfalls. Bis ein Pulli fertig ist, braucht es 2,5 – 3 Stunden.

Die Nähdamen bedankten sich sehr, dass Saskia ihnen bei ihrem letzten Besuch in Uganda gezeigt hatte, wie man Hygienepads näht. Durch die Stoffbinden, die sie nun für sich selbst und Familienmitglieder nähen, können  sie einiges an Geld einsparen, was ihnen eine große Hilfe ist.

Für die Familie Blume wurde getanzt und gesungen. Als weiteres Dankeschön gab es einen großen Korb voller Obst und Gemüse für unsere Saskia.

Alle Damen sind sehr dankbar für die Chance, die sie durch den Nähkurs erhalten. Auch ihre Männer stehen voll hinter ihnen.

Auf dem Boda-Boda wird in Uganda ALLES transportiert. Bananenstauden, Ziegen, ja sogar ganze Betten.

Der kleine Markt befindet sich in der Nähe der Schule. Hier gibt es Kleidung, Lebensmittel und Tiere zu kaufen. Wenn Ronald Ziegen erwerben möchte, kauft er sie auf diesem Markt.

Übergabe der Hygienesets

Gestern wurde an der Nyamirima School ein Sports Day veranstaltet, sehr zur Überraschung von Saskia und ihrer Familie, denn dies stand gar nicht auf dem von Ronald sorgfältig ausgearbeiteten Ablaufplan.

Die Nursery Kinder veranstalteten kleine Wettbewerbe und die größeren spielten Volley- und Netball. Die Stimmung war ausgelassen, die Kinder feuerten ihre Mitschüler an und eine Menge großer (und lauter! :-D) Tröten kamen dabei unterstützend zum Einsatz.

Alle waren mit größter Motivation und Freude dabei und zeigten vollen Einsatz. Zur Schiedsrichterin berichtete uns Saskia ganz begeistert, dass diese mit so großer Leidenschaft dabei gewesen wäre, als wäre es die Weltmeisterschaft.

Am Ende des Sportsfestes machten auch noch die Lehrer mit. Schüler und Lehrer gemischt – Frauen gegen Männer. Sogar die Schulkrankenschwester war dabei 🙂

Ebenfalls gestern erfolgte die Übergabe der Hygienesets. Vor der Übergabe mussten alle Tüten noch einmal geöffnet werden, da in den Seifenverpackungen Bonuscodes für Airtime (für mobiles Internet und Mobilfunk) enthalten waren. Da die Codes aber ohne Anleitung in die Verpackung gedrückt wurden und die Eltern diese vermutlich einfach wegwerfen würden, wurden die Codes entnommen, damit die Schule sie nutzen kann.

Die Hygienepakete enthielten Zahnbürste, Zahnpasta, Waschmittel, Vaseline, gut riechende Seife und Blockseife in Streifen.

Sasia erzählt: „Wir standen nach dem Lunch auf dem Schulgeläde herum, da dort das nächste Netballspiel starten sollte. Plötzlich rasten alle Kinder wie verrückt schreiend und lachend in ihre Klassenräume. Wir waren alle total sprachlos. Was war da los? Ronald wusste es auch nicht. Wir haben dann ein wenig rum gefragt… Letztendlich hat ein Lehrer den Kindern gesagt, dass gleich vorgelesen wird, wer ein Hygienepaket erhalten wird. Wie die sich gefreut haben. Unfassbar. Für sie ist jede Aktion ein absolutes Ereignis. Man sieht es oft auf den Fotos nicht, aber vor und nach den Bildern wird immer breit gegrinst. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die weggeflitzt sind.“

  

Gute Neuigkeiten: Gifts Beinprothese ist in Arbeit! Sie bekommt keine einfache aus Holz, wie sie vorher eine hatte, sondern eine bessere aus Kunststoff, die von Spezialisten in Kampala angefertigt wird.

Übrigens, hier seht ihr mal wie erfindungsreich die Kinder in Uganda sind. Da keine Spielsachen da sind, werden halt welche aus Dingen gebastelt die man so findet, zum Beispiel ein Ball aus Plastiktüten.

Bei der Post wurde übrigens auch ein Zwischenstopp eingelegt. Viele Pakete warten dort. Mitgenommen werden konnten sie aber noch nicht, da die Post die Rechnungen noch nicht fertig gemacht hatte. 😀

Wieder an der Nyamirima School

Ca. 6,5 Stunden dauerte gestern die Fahrt nach Fort Portal. Am Abend kam Ronald zur Begrüßung ins Hotel. Es wurde gemeinsam gegessen und ugandisches Bier getrunken.

Heute stand dann endlich der Besuch der Nyamirima School an. Ich glaube, die Vorfreude von unserer Saskia auf diesen Tag war riesig 🙂

Schon von der Hauptstraße aus kann man die Schule auf dem Hügel zwischen den Kraterseen erkennen.

Bei einem Rundgang über das Schulgelände wurde jede Ecke besichtigt. Es hat sich seit dem letzten Vorstandsbesuch im Februar 2017 schon wieder einiges getan.

Auf der Mauer vor dem zweiten Primary School Gebäude ist ein kleines Lehrbuch entstanden:

Der Bau des Speisesaals und der Küche schreitet voran. Von dort hat man einen traumhaften Ausblick auf die Umgebung.

Neue Möbel (Tisch-Bank-Kombinationen und Betten) wurden aufgebaut. Die Einzelteile wurden in Fort Portal gekauft.

300 Küken sind in den Hühnerstall eingezogen:

Basketballkörbe und ein Volleyballnetz wurden aufgestellt:

Die Schulkühe haben Nachwuchs bekommen:

Und die Lehrer haben einen kleinen Kräutergarten angelegt:

Ein Blick in die kleine Schulnäherei:

Und in die Nursery School:

So sieht die jetzige Küche aus:

Hier wird für die Schüler gekocht. Heute unter anderem Matooke (Kochbananen)

Saskia und ihre Familie dürfen ebenfalls am Schulessen teilnehmen:

Hier warten viiiiele Hygienesets auf die morgige Übergabe. Wir sind schon sehr gespannt, wie genau das ablaufen wird 🙂

 

4. Vorstandsreise nach Uganda

Unsere Saskia ist zur Zeit in Uganda. Die ersten Tage verbringt sie mit ihrer Familie in Entebbe, ein bisschen Entspannung muss ja sein, bevor der aufregende Besuch der Schule ansteht. 🙂

In Entebbe übernachten die vier in einem kleinen Guesthouse mit Blick auf den Viktoriasee. Der Himmel ist bewölkt, es donnert ab und an und es schwirren viele Moskitos herum.

Ein kleiner Blick in die Wäscherei des Hotels:

Das Hotel wird übrigens nur über Wassertanks mit fließendem Wasser versorgt. Obwohl die Tanks recht hoch stehen, ist der Wasserdruck aber sehr gering.

Nachdem die Moskitoschwärme weniger geworden sind und der Himmel blau strahlt, machen sich die vier auf den Weg zum Strand.

Baden ist hier nicht erlaubt, jedoch hält das Verbot die Einheimischen nicht von einem Bad ab.

Morgen steht die lange Fahrt nach Fort Portal an, um 10Uhr geht es los.

Willkommen beim Abaana Blog

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